Grobkonzept in Workshop 2 weiter verfeinert

Nach Abschluss der öffentlichen Mitwirkung des Grobkonzeptes für den Bau einer neuen Mehrzweckhalle in Hitzkirch fand am 6. November 2018 planmässig der zweite Workshop mit Vertretern der lokalen Vereine statt.

 

An dieser Veranstaltung wurden die Workshopteilnehmenden über den aktuellen Stand informiert und dazu eingeladen, das vorliegende Konzept für die folgende Planungsphase nochmals kritisch zu hinterfragen.

Begrüsst wurden die Anwesenden von den Gemeinderäten Luzia Ineichen und Daniel Eugster. Mit dabei war auch das Projektteam unter der Leitung von Lucas Goerre. Er informierte über den Prozess und die seit dem letzten Workshop im Frühling 2018 vorgenommenen Anpassungen. In der Zwischenzeit wurde die Standortfrage für die Feuerwehr geklärt. Da der Standort der neuen Mehrzweckhalle nun nicht, wie anfänglich vorgesehen, an der Ermenseerstrasse sein soll, bietet sich der ursprünglich vorgesehene Platz bei der Turnhalle Ermenseerstrasse für den Umbau zu einem neuen Feuerwehrlokal an. Die Überdeckung der Zivilschutzanlage sowie die Infrastruktur der Fernwärmeheizung sind somit auch gewährleistet.

 

Die Vereinsvertretungen schauten sich das Konzept als künftige Nutzer der Mehrzweckhalle für Sport und Kultur sehr genau an und hinterfragten das Hallenkonzept, die Infrastruktur und Nutzung wie auch die Erschliessung, den Standort und die Parkplatzsituation. Wichtige Inputs daraus werden nun noch in das Grobkonzept integriert und vom Gemeinderat finalisiert.

Es war ein spannender Abend mit vielen praktischen Inputs. Die Rückmeldung einer zufriedenen Teilnehmerin: „Alle trauten sich etwas zu sagen, man kann sich und die Bedürfnisse seines Vereins einbringen und wird gehört“. Als Dank für die engagierte Mitwirkung wurde den Teilnehmern anschliessend noch ein kleiner Apéro offeriert.

 

Wie geht es nun weiter? Das überarbeitete Grobkonzept wird abschliessend vom Gemeinderat genehmigt und ab dem 19. November auf der Homepage der Gemeinde Hitzkirch publiziert. Am 10. Dezember 2018 stimmt die Hitzkircher Bevölkerung an der Gemeindeversammlung über den Planungskredit von Fr. 370’000.- für die neue Mehrzweckhalle ab. Danach folgt die Konkretisierungsphase für dieses wichtige Bauprojekt.

Workshop 1 – Aktive Mitwirkung der Hitzkircher Vereine beim Projekt Mehrzweckhalle

Im Frühjahr 2018 wurde eine grosse Online Befragung der Hitzkircher Vereine zur neuen Mehrzweckhalle in Hitzkirch durchgeführt, die die beiden alten Hitzkircher Schul-Turnhallen ersetzen wird. Am 23. Mai trafen sich Vereinsvertretungen mit dem Projektteam zum einem ersten Workshop. Anhand des Entwurfes für den Anforderungskatalog der Halle wurden Bedarf und Bedürfnisse ausdiskutiert. Im nächsten Schritt berät der Gemeinderat die Ergebnisse.

 

Alles unter einem Dach? Kultur und Sport zusammen, geht das? Und was empfiehlt das Bundesamt für Sport für Sporthallenneubauten? Man sieht es gleich, am ersten Workshop vom 23. Mai hatten die 15 Vereinsvertretungen aus Kultur und Sport genügend Stoff für Diskussionen rund um die neue Mehrzweckhalle (MZH). Zuallererst interessierte die Anwesenden aber, was mit der Feuerwehr passieren wird. Diese hat heute ihr Lokal neben der Turnhalle Ermenseestrasse und überprüft zurzeit mögliche andere Standorte. Anschliessend begann der lebhafte Meinungs- und Gedankenaustausch an vier moderierten Gruppenposten.

 

Kultur und Sport unter einem Dach ist in der Gestaltung sehr anspruchsvoll damit viele gewinnen und nicht mit einer Kompromisshalle am Ende niemand etwas Rechtes hat. Zum Beispiel müsste der Bühnenraum akustisch gut von den drei Sporthallen getrennt werden. So kann parallel geübt und trainiert werden, ohne einander zu stören. Bei einer der drei Hallen soll der Sport klar im Mittelpunkt stehen und sie sollte entsprechend ausgerüstet werden. Grossanlässe wie ein Turnfest oder ein Musikfest, aber auch eine Delegiertenversammlung sollen Platz in der neuen MZH haben. Damit würde auch Hitzkirch als Gemeinde gewinnen. Das Fazit war, eine Trennung zwischen Sport und Kleinkunst (- Kultur) würde die Planung vereinfachen. Darüber waren sich alle einig.

 

Mehr als nur Mehrzweck
Die neue Mehrzweckhalle sollte über einen Seminarraum verfügen, die Galerie eine kleinere Tribüne umfassen, zudem sollte die MZH für künftige Projekte aufgestockt werden können und Lagerräume ohne Treppen braucht es ebenfalls.

Viele sahen in einem durchdachten Ausbau für eine gute Ausnützung eine Chance für Hitzkirch. Die traditionelle Mehrzweckhalle als Konzept habe heute ausgedient, man baut vielfältig genutzte Begegnungszentren. Der Individualsport findet darin genauso Raum wie die Vereine. Ausserdem denkt man weiter – ein Gang ist nicht nur ein Gang und ein Foyer wird nicht nur bei Anlässen benutzt. Verkehrsflächen sollen lebendige Bereiche bieten, wo Jung und Alt sich begegnen, auch mit Bibliothek und Bistro, allenfalls mit Selbstbedienung. Ist dies auch ein passendes Konzept für Hitzkirch? Darüber muss weiter nachgedacht werden.

 

Wie weiter?
Luzia Ineichen und Daniel Eugster bedankten sich bei den Vereinsvertretungen für ihre Bereitschaft bei den Mitwirkungsworkshops mitzudenken. Als nächstes werden die Anforderungen und Bedürfnisse mit der Schule diskutiert. Im Sommer dann hat die Bevölkerung die Möglichkeit zur Mitwirkung.

Der Gemeinderat ist nun gefragt, die Anregungen aufzunehmen. An der Gemeindeversammlung vom Dezember 2018 wird der Anforderungskatalog vorliegen und über den Planungskredit abgestimmt. Bis dahin freut sich die Planungsgruppe auch Ihre Meinung zu hören. Für Informationen schauen Sie in unsere homepage: hitzkirch-immobilien.ch.

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